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Handarbeit

Weshalb Papier im Siebdruckverfahren bedrucken?

Der Grossteil der Papierprodukte wird heute im Digital- oder Offsetdruck produziert. Siebdruck findet seine Berechtigung dann, wenn Sie einen dieser Vorteile nutzen möchten:

Verwendung von dickem Papier
Wir reden von wirklich dickem Papier. In den gewohnten Druckverfahren geht die Papierstärke bis ca. 350 g/m². Hier fangen wir im Siebdruck meistens erst an. Einer unserer Bestseller wiegt stolze 700 g/m² – das Sirio Black/Black von Fischer Papier. Karten in dieser Stärke machen mächtig Eindruck und sind sehr stabil.

Auswahl
Nicht nur die Papierstärke ist wesentlich. Das ganze Papiersortiment ist gigantisch. Vergleich: Gerade im Onlinedruck-Angebot können Sie einfach aus dem Standardsortiment aussuchen. Dort gibt es häufig ein Naturpapier, ein gestrichenes Papier und eine Recycling-Variante.

Ein Standardpapier gibt es bei uns nicht. Wir haben mehrere Ordner voller Papiermuster zur Verfügung: verschiedene Farben, Oberflächen, Strukturen. Alles, was das Herz für Material höher schlagen lässt.

Einsatz von Sonderfarben
In diese Kategorie gehören alle Farben, die im Digitaldruck nicht aus 4-6 Toner- oder Tintenfarben simuliert werden können. Das gilt für Neontöne, Metallictöne wie Gold, Silber, Kupfer und oft auch für weisse Druckfarbe.

Farbsättigung
Allgemein ist die Sättigung der Farben im Siebdruck eine ganz andere. Ins Sieb kommen nur die vorab angemischten, «echten» Farben. Ein Orange wird dementsprechend nicht erst auf dem Papier aus Gelb und Magenta zu einem Orange. Es ist schon ein angemischter Orangeton, bevor er auf dem Papier landet. Dadurch ist die farbe satter und reiner als im normalen 4-Farbendruck.

Farbzusätze Textildruck

Der Puffer-Farbzusatz kann jedem Farbton beigemischt werden. Er lässt die Farbe während dem Trocknungsvorgang, im Tunnel bei 160° C, aufquillen. Die Farbe plustert sich auf, was optisch für ein abgerundetes Finish sorgt und den Print auf dem Stoff spürbar hervortreten lässt.

Nebst dem Puffer gibt es noch andere Zusätze, die das Motiv zum Beispiel im Dunkeln nachleuchten oder auf Wärme & Kälte reagieren lassen. Farbzusätze im Siebdruck sorgen also für den Extrakick!

Ton in Ton

Was bei Célines Karten (zum Projekt) aussieht wie eine Lack-Veredelung ist in Wahrheit schwarze, glänzende Farbe auf schwarz-mattem Papier. Mit diesem Trick lassen sich Details, Hintergründe und Schriftzüge dezent integrieren. Sie zeigen sich je nach Lichteinfall und sorgen damit für einen elleganten Überraschungseffekt. Das Prinzip fuktioniert sowohl auf Papier wie auf Textilien.

Rastertechnik

Mit der Rastertechnik erreicht man eine optische Täuschung. Da im Siebdruck einzelne, vorgemischte Farben nacheinander gedruckt werden, beschränkt man sich oft auf maximal vier Töne. Das bedeutet, ein Foto wäre ohne Rasterung unmöglich druckbar.

Die Rasterung zerteilt das Bild in viele, kleine Punkte. Liegen diese Rasterpunkte dicht aneinander, entsteht die Illusion einer satten Fläche. Sind die Punkte weiter voneinander entfernt, sieht es mit etwas Distanz aus, als wäre es eine hellere Fläche. So erhalten wir mit einer einzigen Druckfarbe die Illusion mehrerer Nuancen.

Die Rastertechnik kommt bei folgenden Anforderungen zum Einsatz: Fotos, Verläufe, Schätten und gezielt als Gestaltungselement.

Hochzeitskarten

Wird es romantisch? Wird es locker? Wird es klassisch oder einfach ganz anders?

Der Startschuss für jedes Fest beginnt mit dem Einladen der Gäste. Aussergewöhnliches Papier ist ein toller Überbringer dieser Nachricht. Stellen Sie sich vor, wie die Hochzeitseinladung Familie und Freunde auf das Fest einstimmt – eine warme, haptische Oberfläche, Farbtöne die zur Jahreszeit, zum Motto oder zum Brautpaar passen und ein Konzept, das Sie (falls gewünscht) bis zu den Namensschildern und Menükarten weiterziehen können.

Heute ist vieles möglich, was die Anforderungen an ein Fest nicht geringer machen. Eine Einladung soll vorallem eines sein: vollgepackt mit Vorfreude und einen ersten Eindruck auf die bevorstehende Feier vermitteln.

Geburtskarten

Babykarten sind eine wundervolle Tradition, um den Namen und die Geburt des Kindes zu verkünden. Im Siebdruck lassen sich vorallem Karten mit liebevollen, individuellen Schriften und grafischen Elementen drucken. Was nicht heissen soll, dass es keine Lösungen für Fotos gibt. Selbstverständlich verstehen wir den Wunsch, ein Bild des Babys in die Gestaltung zu integrieren. Und wir haben uns dafür einige tolle Ideen einfallen lassen.

Per Siebdruck werden Standard-Karten weiter ausgeschmückt. Beispielsweise können wir den Namen des Kindes mit Gold, Silber oder einer coolen Neonfarbe direkt auf das Foto drucken. Das verleiht zum Schluss das gewisse Extra.

Wir helfen Ihnen Ihre Wunsch-Babykarte zu kreieren. Dabei gehen wir auf Ihre Ideen oder auf die Bedeutung des Namens ein und kommen so zu einem individuellen Ergebnis.

Weihnachtskarten

Alle Jahre wieder überlegen sich vor allem Firmen, was sie ihren Kunden vor Weihnachten zusenden möchten. Und wissen Sie was? Manchmal ist weniger mehr.

Der Vorteil im Siebdruck ist, dass man Material und Farbe für sich sprechen lassen kann. Ein schönes Papier, bedruckt mit einer edlen Farbe, drückt die Wertschätzung der Zusammenarbeit im vergangenen Jahr aus, ohne eine verrückte Gestaltungsidee finden zu müssen. Egal, ob sie sich eine Faltkarte oder eine dicke, stabile Postkarte vorstellen. Wir beraten Sie gerne bei der Material-Auswahl.

«Wie entsteht ein Produkt bei Atelier Gross + Klein?»

Kundenkontakt: Telefonisch, per E-Mail, vor Ort

Sobald alle Details besprochen wurden und wir von Ihnen die Druckdaten oder das Go für die Gestaltung haben, gehts für uns mit der Erstellung der Farbauszüge los.
Alles, was in derselben Farbe gedruckt wird, muss auf einer durchsichtigen Folie platziert werden. Diese Folie stellen wir mit unserem Tintenstrahldrucker im Büro her.

 

Siebherstellung

Zeitgleich werden in der Werkstatt die passenden Siebdrucksiebe mit lichtempfindlicher Masse beschichtet (Siebdruckemulsion). Die Siebe variieren in der Feinheit der Fadenabstände. Dadurch haben wir feinere und gröbere Siebe zur Auswahl. Mit den ausgedruckten Folien können die beschichteten und inzwischen trockenen Siebe belichtet werden. Dafür wird die ausgedruckte Folie auf ein beschichtetes Sieb gelegt und darauf fixiert. Das Sujet auf der Folie schützt die Emulsion vor dem Licht.

 

Belichtung

Nach einer kurzen Belichtungszeit können die geschützten Stellen mit Wasser aus dem Sieb ausgewaschen werden. Hier kommt später die Druckfarbe durch. Der Rest des Siebs wird durch die ausgehärtete Emulsion verschlossen.

 

Farbmischen

Jetzt kommt Farbe ins Spiel. Je nach Wunsch greifen wir auf vorgemischte Farben zurück (schwarz, weiss, Grundfarben oder Patonefarben). Andernfalls mischen wir die Farbtöne selber zusammen.

 

Siebdruckkarussell

Die belichteten Siebe werden von Hand im Siebdruckkarussell eingespannt und justiert. Das heisst, die einzelnen Siebe werden jeweils an den darunterliegenden Drucktisch, das darauf aufgezogene Textil oder das aufgelegte Papier, sowie auf andere Siebe abgestimmt. Gerade bei Textilien drucken wir die einzelnen Farben direkt nacheinander. In unserem Karussell von Riley Hopkins können 4 Siebe gleichzeitig eingespannt werden. Deshalb begrenzt sich die Anzahl auf 4 Druckfarben.

 

Bedrucken

Wenn alles passt kanns endlich losgehen! Nur noch einen Testdruck und schon folgen die echten Produkte. Per Hand drücken wir mit einer Art Spachtel (Siebdruckrakel) die Farbe durch das Sieb auf den Stoff oder auf das Papier. Ist eine Farbe des Sujets durch, drehen wir das Karussell zum nächsten Sieb und drucken die nächste Farbe.
Bis alle Farben auf dem Produkt sind und das komplette Design sichtbar wird.

 

Trocknen

Textilien legen wir anschliessend in den Trocknungstunnel. Unser «Little Red» transportiert die Textilien per Förderband durch einen 160° C heissen Ofen. Hier trocknet die Farbe schön aus. Am Ende des Tunnels kommen also fertige, waschbeständige Textilien raus.

Papierprodukte werden nach dem Bedrucken ausgelegt und trocknen an der Luft.

 

Finish

Zum Schluss wird übrige Farbe aus den Sieben gerettet, Siebe werden ausgespannt und ausgewaschen. Textilien werden kontrolliert, zusammengelegt und nach Grösse sortiert. Karten werden auf der Schneidmaschine zugeschnitten, kontrolliert, abgezählt und verpackt.

Fertig sind die Produkte.